Marie Luise Ritter

... schreibt über die Liebe

Marie Luise Ritter ist freie Texterin und Autorin. Mit luiseliebt.de hat sie vor zehn Jahren einen Blog ins Leben gerufen, aus dessen Texten seitdem fünf Bücher entstanden sind: Über Dates, die Suche nach der Liebe, allein sein und alleine reisen & das Gefühl der Leichtigkeit.

Auf Instagram (@luiseliebt) nimmt sie ihre Leser:innen mit in ihren Alltag, auf ihre Reisen und zu immer wieder neuen Abenteuern. Vor kurzem hat sie sich einen großen Traum erfüllt und ist allein für ein paar Monate ans Meer gezogen.

KOLUMNE

Hi 2026 / Jahresrückblick 2025

Ich bin unendlich erschöpft an diesem letzten Tag des Jahres. Als ich online google, lese ich, dass 2025 das Jahr der Schlange war. Ein Jahr der Neun, weil 2025 in der Numerologie neun ergibt – das letzte Jahr eines Zyklus, bevor im Nächsten alles wieder von vorne beginnt. Die Schlange häutet sich, Dinge gehen zu Ende, Altes fällt ab. Ich scrolle durch Artikel, nicke vor mich hin und denke: Ja. Bei mir trifft das erstaunlich genau zu. Dieses Jahr war beruflich sehr erfolgreich und emotional wirklich anstrengend. Eine Krankheit meines Hundes, meine anhaltenden Schlafstörungen. Es war ein Jahr das zu zweit gestartet ist und allein geendet hat, von Mallorca über München nach Nizza. Ein Auseinandergehen, das für mich sehr schwer war, aber für uns beide notwendig und mir auch das Gefühl gibt, als wäre ich endlich wieder bei mir selbst. Heute denke ich manchmal, dass wir nur zusammen waren, weil er mir die Liebe für diese Stadt weitergegeben hat, in der ich jetzt lebe, und dafür werde ich immer dankbar sein. Vielleicht auch mein Schmetterlingseffekt, wie so viele davon in meinem Leben. So leicht es mir fällt, Wohnungen und Orte hinter mir zu lassen, so schwer fällt es mir, Menschen

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Hafentrubel

Ich habe durch einen Zufall die perfekte Wohnung in erster Reihe in Nizza am Hafen gefunden. Alt aber charmant, typisch französisch eben, alles knackt und knarzt ein bisschen, und der Blick Richtung offenes Meer ist atemberaubend. Von den Fenstern aus sieht man einen Sonnenaufgang, der sich jeden Morgen erst zart und dann komplett orange hinter den Hügeln des Mont Boron hervorarbeitet, um dann das ganze Gebiet rund um Port Lympia, das Wasser und die darauf schippernden Boote in goldenes Licht zu tauchen. Der heutige Hafen in Nizza wurde vor zwei- oder dreihundert Jahren angelegt, damals noch unter dem Königreich Sardinien, also Italien. Erst seit 1860 gehört Nizza zu Frankreich. Vor dem Bau des Hafens war die Gegend eine sumpfige, ungenutzte Bucht, in einem Museum hatte ich mal Bilder davon gesehen. Der Bau war ein ehrgeiziges Projekt für die damalige Zeit, das vor allem für militärische und wirtschaftliche Zwecke gedacht war. Ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Genua und Marseille, ein Tor in verschiedene Welten. Ich lehne mich ans Geländer am Wasser, beobachte die rot-gelben Fassaden, die im Licht aussehen, als seien sie nur für diese goldene Stunde gebaut worden. Die bunten Häuser hier am Wasser sind eine Mischung aus ligurischer und piemontesischer

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Einen Ort vermissen

Ich habe 2,5 Monate in Südfrankreich verbracht, in Nizza direkt am Hafen, genauer gesagt. Dieses Jahr im Winter, quasi den ganzen Jahresbeginn. Diese Zeit war so etwas besonderes. Ich bin mit meinem Auto runtergefahren, um mich dort in einem Apartment einzuschließen und mein neustes Buch fertig zu schreiben. Das, das jetzt so ein schönes Cover mit blauer Schrift und einer Zitrone ziert, das ich da noch nicht kannte. Zu jenem Zeitpunkt hatte ich nur eine Menge Notizen, eine ungewisse Zukunft, wusste nicht, wo ich am Ende des Jahres sein würde. Dort habe ich alleine (fast) ins neue Jahr reingefeiert, allein gelebt, kaum jemanden gekannt. Dann kam Paris, jetzt bin ich zurück in Palma, ab da war ich eigentlich dauerhaft in Gesellschaft, aber diese Zeit in Nizza wird immer etwas besonderes für mich sein. So… magisch. Ich habe nächtelang bei Kerzenschein an einem wirklich unbequemen Tisch gesessen, versucht mich durch Notizen zu wühlen, Kapitel zu streichen und andere fertig zu schreiben. Dieses Apartment, dieses Licht, war magisch. Die letzten zehn Monate seitdem fühlen sich wie ein Traum an. Und während das Jahr so langsam wieder dem Ende zugeht, denke ich an die Stationen, die ich dieses Jahr bereist habe. An verschiedene

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Meine Bücher

Viele Menschen wünschen sich mehr Leichtigkeit und Gelassenheit im Leben, aber wie findet man die?

Sehr persönlich, schonungslos ehrlich und federleicht erzählt Marie Luise Ritter von großen und kleinen Herausforderungen und davon, wie sie an ihnen wuchs: von verwüsteten Wohnungen, zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen und Unfällen mit einer zickigen Waschanlage. Natürlich gelingt es bei allem Frust nicht immer, gelassen zu bleiben. Doch mit der richtigen Einstellung kann man im Nachhinein die Dinge annehmen und zurück zur Leichtigkeit finden. Ein inspirierendes Buch für alle Lebenslagen!

Vom Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit

Fast alles, was wir zu zweit machen, können wir auch allein: die Welt bereisen, aufwendig kochen, frische Blumen kaufen. Warum fühlt es sich dann oft komisch an? Leben wir etwa nur für andere? Oder macht es unsere Erlebnisse wertvoller, wenn wir sie mit jemandem teilen können?

Marie Luise Ritter nimmt ihre Leser:innen mit an verlassene Strände und in belebte Straßen, erzählt von fernen Orten und einsamen Abenden in ihrer Wohnung. Und vom Glück, ganz bei sich selbst zu Hause zu sein. Dieses Buch ist ein Ausbruch aus gesellschaftlichen Rastern, ein großes »Ja« zu Mut und Eigenständigkeit.

»Natürlich, die besten Typen laufen einem an Kaffeetheken, auf Spaziergängen (Hund!) und vor allem dann, wenn man es nicht erwartet über den Weg – manchmal aber eben auch bei Tinder«

Vorsichtige Dating-Versuche, innige Freundschaften und die immer wiederkehrende Frage, was man in Dating-Apps eigentlich sucht — und ob man überhaupt etwas suchen sollte. Ein Buch übers Erwachsenwerden und Sich-Selbst-Finden in der Großstadt.

»Vom Nichts suchen und Alles finden« erzählt hoffnungsvoll vom Loslassen alter Ideen und festgesetzter Muster, vom Zulaufen auf neue Abenteuer. Und von der Liebe. Vor allem von der Liebe. 

Weil das Leben eine Reise ist, auf der man sich genauso gut verlieren wie wiederfinden kann. Weil die besten Dinge sich abseits des Weges ergeben, wenn man nicht mit ihnen rechnet. Süße Spontanbegegnungen, ein Sommer-Roadtrip mit dem Bulli durch Frankreich, die Bar voller Einheimischer auf Reisen …