Ich schäme mich.

Ich bin eigentlich immer gerne zurück in meine Heimat gekommen. Kenne den Weg vom Bahnhof nach Hause im Schlaf. Bewundere die Rosen auf den Bürgersteigen und dass hier irgendwie immer die Sonne scheint. Sehe kaum ein Auto auf den Straßen. Unglaublich ruhig ist es hier. Friedlich. Sauber. Sonntagsstimmung.
In Hamburg ist alles ganz anders. Ich blicke aus dem Fenster auf Leben, Trubel, Straßenlärm. Es ist eher laut, eher grau und eher dreckig aber gerade bin ich unglaublich froh, dass ich hier bin und nicht da.

Ich muss gestehen, dass ich die AfD bislang nicht ernst (genug) genommen habe. Es gab online immer nur Contra (ich lese wohl die richtigen Seiten) und auch auf Facebook wurde täglich dagegen gewettert (ich bin wohl mit den richtigen Leuten befreundet). Deswegen ist mir gestern Abend ein bisschen das Gesicht auf den Boden gefallen, als die Wahlergebnisse online waren. Und ich habe den ganzen Tag gebraucht, um es wieder aufzusammeln.

30,3%. Das ist quasi jeder Dritte. Wenn ich jetzt mit drei Leuten, die ich nicht kenne, an einer Supermarktkasse in meiner Heimat anstehe, muss einer dieser drei rechtspopulistisch sein und AfD wählen (denn ich selbst bin dort nicht wahlberechtigt). Jeder Dritte, wenn man die Nichtwähler mal wegrennet. Das war mir bis heute so noch nie bewusst.
„Wir müssen die Grenzen dicht machen und die grausamen Bilder ertragen. Wir können uns nicht von Kinderaugen erpressen lassen“ sagt AfD-Vizechef Alexander Gauland im „Zeit“-Magazin. Ihr seid durch Zufall in Sangerhausen statt Syrien geboren. Macht euch das irgendwie besser? Seid doch lieber dankbar. Seid menschlich.

Die Rentner, die im Fernsehen gezeigt werden, wie sie gegen Flüchtlinge hetzen und der AfD zusprechen, könnten auch meine Großeltern sein. Genauso wie sie wahrscheinlich sind meine Großeltern mit dem Krieg in direkter Berührung gewesen. Haben das alles schon durchgemacht. Meine Oma sagt mir, wie froh sie ist, dass Frauen heute gleichberechtigt sind. Sie war selbst ein Flüchtling. Bewundert mich für die Chancen, die sie gerne auch als junges Mädchen gehabt hätte. Alle sind froh über den Wandel – warum hetzen sie dann? Wenn Sangerhausen entscheiden dürfte, dann hätte die AfD diese Wahl gewonnen. Dann hätte ich jetzt exakt drei Kinder zu bekommen, statt meine Karriere zu verfolgen. Sangerhausen ist dabei nur ein Beispiel, eine ostdeutsche Stadt von vielen. Das hier, gilt für ganz Deutschland. Sangerhausen als Metapher.

Ich weiß jetzt, warum Menschen ihr Kreuz an der falschen Stelle setzen: Weil sie sich dadurch eine neue Perspektive erhoffen, die sie selbst nicht haben. 2011 habe ich für mein Studium und für die Mitteldeutsche Zeitung über die Zukunft von Sangerhausen geschrieben. 5 Jahre her, und für mein Empfinden hat sich seitdem so viel geändert – dieses Gefühl ist seit gestern verpufft. Ihr seid trotzig. Es ist noch genauso wie damals, als in meinem Artikel stand:

„Im Osten geht die Sonne auf. Hat man erst einmal den Aufstieg geschafft, wird man mit einem traumhaften Ausblick belohnt. Die Luft hier oben ist klar, die Sonne blendet. Der Bürgermeister legt sich die rechte Hand über die Augen, schaut hinunter ins Tal, blinzelt. Er steht auf der „Hohen Linde“ und sieht auf Sangerhausen, das sich am Fuße der Schachthalde erstreckt. Eine Kleinstadt, wie sie im Bilderbuch steht, könnte man meinen. Damit liegt man jedoch falsch. Sangerhausen ist nicht irgendeine Kleinstadt, sie war einige Zeit die Stadt mit der prozentual höchsten Arbeitslosenquote Deutschlands. Selten gab es ein Jahr, in dem selbst von den großen Tageszeitungen nicht über das „trostlose Sangerhausen“ berichtet wurde. „Hauptstadt der Arbeitslosen“ und „Trotzige Hoffnung“ wurde getitelt.“ 

Ich bin immer gerne zurück in meine Heimat gekommen. Wenn ich Ostern das nächste Mal da bin, werde ich mit einem anderen Gefühl aus dem Zug aussteigen. Ein Gefühl, was ich noch nicht einmal hatte, als mein Dialekt mit dem Hochdeutsch in Hannover konfrontiert wurde: Ich schäme mich. Und gleichzeitig bin ich traurig. Weil ihr sicher noch nicht mal etwas dafür könnt, dass ihr die Welt nicht versteht. Weil es an so vielen Ecken gleichzeitig brennt. Aber das ist keine Entschuldigung.
In meinem Bekanntenkreis kenne ich niemanden, der so denkt. Und natürlich ist Sangerhausen für mich immer noch Zufriedenheit, Familie, Freunde. Ich werde trotzdem immer und immer und immer wiederkommen. Und trotzdem ist da eine Wut in mir. Ich will einen von diesen drei Menschen – ich weiß leider oder zum Glück nicht wer – an der Supermarkt packen, schütteln und schreien: Wieso hast du solche Angst? Dir wird nichts passieren. Wieso willst du alles kaputt machen? Verstehst du nicht, was du damit anrichtest? Kriege, Hass, Fremdenfeindlichkeit. „Damals“ ist nicht mehr weit weg.

Ihr habt Angst. Ihr fühlt euch bedroht. Ihr sucht eine „Alternative für Deutschland“. Aber das hier, das ist keine. Ersetzt Alternative durch Perspektive. Das ist das, was euch fehlt.

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Dieser Beitrag hat 34 Kommentare

  1. Sarah Cosmos

    Du sprichst mir gerade aus der Seele. Ich hab leider schon mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet, aber dass es dann echt SO extrem wird, hätte ich auch nicht gedacht. Was mich besonders aufregt, sind die Leute, die die AfD ja nur „aus Protest“ gewählt haben und sich nicht mal die Mühe machen, sich zu informieren worüber ihre ach so tolle Alternative denn überhaupt steht. Das ist echt nur von 12 bis mittags gedacht, kann aber so viel kaputt machen.

  2. Yasmin

    Luise, du weißt gar nicht, wie sehr du mir mit deinen Worten aus dem Herzen sprichst. Ich kann den ganzen Text von A bis Z nur unterstreichen und werde ihn teilen. Es macht mich fassungslos. Schon die ganzen letzten Monaten, wenn man in Sangerhausen war und mit Leuten geredet hat und die Gedanken so ganz vorsichtig hervorsickerten und man erst einmal gemerkt hat, dass um einen herum lauter rechtes Gedankengut brütet. In Menschen, von denen man es nie im Leben gedacht hätte. Und du hast so Recht damit: es fehlt an Perspektiven, an Arbeit, an Lebenssinn und Freude. Diese Angst und der Neid macht so viel kaputt und ich verstehe diese Trotzwahl ganz und gar nicht. Wie kann man mit so einer Entscheidung so leichtfertig, kindisch und trotzig umgehen?

    Ich bin sprachlos und werde mich ähnlich komisch fühlen, wenn ich nächste Wochenende in die Heimat fahre.

  3. Jessica

    Vor allem kommt es mir so vor, dass die Wähler sich so gar nicht mit dem befasst haben, für was die AfD sonst noch steht. Ich meine klar, ist logisch, wir haben SO eine angst vorm fremden Mann, da muss man das andere halt in Kauf nehmen. Abtreibungen verbieten, Frauen wieder an den Herd, 12 jährige schon strafmündig sein lassen, Menschen mit psychischen Problemen wegsperren. Ach, und auf die Selbstbestimmung der Frauen können wir doch auch locker verzichten. Der Körper gehört schließlich den Männern.
    Ein sarkastischer Daumen nach oben an alle, die es eben nur satt haben zuzugucken, wie Deutschland muslimisch eingenommen wird…
    *geht kopschüttelnd ab*

  4. Björn

    Ich bin auch ziemlich entsetzt.

    Ich liebe die Stadt in der ich lebe, so wie du es auch geschrieben hast.
    Und die Flüchtlinge haben mich noch nicht überfallen, ich habe meinen Job noch, habe das gleiche Geld, meine Wohnung und alles…
    Das geht auch den meisten AfD Wählern so.
    Wieso haben die Angst?
    Flüchtlinge gibt es in Deutschland nicht erst seit letzter Woche.
    Ich kann einfach nur noch den Kopf schütteln.
    Wie du schon geschrieben hast „Damals ist nicht mehr weit“…
    Ich sehe schon ein paar Parralelen zum Beginn des 2. Weltkrieges.
    Für mich ist die AfD ein 2. Hitler, eine 2. NSDAP.
    Das klingt vielleicht etwas hart, aber bestimmt gibt es hier auch den einen oder anderen der dem zustimmt.

    Liebe Grüße aus Sangerhausen,

    Björn

  5. J. Peter

    Liebe Luise,
    habe gerade deinen Artikel gelesen und bin stolz, dass du Schülerin unserer Schule gewesen bist.
    Herzliche Grüße J. Peter
    PS.: Darf ich den Artikel schulisch weiter verwenden?

    1. Marie Luise Ritter

      Lieber Herr Peter,
      unbedingt! Ich freue mich sehr, dass der Artikel richtig angekommen ist 🙂 Liebe Grüße, Luise

  6. einfach ich

    Dann bleib doch einfach dort wo du bist ! Leute wie du sind doch genau so wie die Flüchtlinge (wirkliche Flüchtlinge Familien und Alte mal ausgenommen ) immer den schönen einfachen Weg gehen . Ich liebe meine Heimat und fahre 100 von km auf Arbeit um meine Familie zu ernähren.Könnte es einfacher haben wenn wir umziehen. Aber ich liebe SGH und werde es nie verlassen, egal was ich dafür in kauf nehmen muss. Und ja mich kotzt es an wenn ich junge Asylsuchende Männer hier mit teuren Handys spazieren gehen sehe. Die sollen die Waffe in die Hand nehmen und für ihr Land Kämpfen!!! Möchte euch Gutmenschen sehen wenn die deutschen Männer alle abhauen wenn es mal Knallt.

    1. Nancy

      Diese Menschen mussten fliehen, das heißt doch nicht das die arm waren/sind!!!!! Wie kann man zum Teufel denn nur so dämlich sein? Wie kann man nur so blind sein? Für ihr Land kämpfen? Sterben, meinst du wohl? Dann würdest du deiner Familie im Falle eines Kriegs auch lieber in Schutt und Asche sitzen lassen, als sie zu retten und eine bessere Perspektive bieten?
      Ernsthaft? Wie kann man man nur verdammt blind sein? Wie kann man nur so verlogen sein, ich könnte so kotzen, wenn Leute wie du mit einer braunen Brille durch die Gegend laufen und eigentlich nicht kennen, außer den eigenen Egoismus!
      Leute wie du, sind die ersten die rennen und sich verstecken.

    2. Dilara

      „einfach ich says“ ich habe selten so einen dummen Kommentar gelesen, das ist schon wieder lachen muss über so viel Blödheit und über so wenig Wissen 😀 sich nicht mit dem Thema befassen aber so einen Scheiß von sich geben!!

    3. Becky_schnecky

      Merkst du eigentlich was du da schreibst?
      Vielleicht solltest du dich mal etwas informieren. Die Welt ist so groß & du scheinst nur weiter zu geben, was du irgendwann Mal von Irgendjemanden gehört hast. Mach dir mal Gedanken um dieses Thema.
      Alleine die Tatsache, dass du dich nicht mal traust deinen Namen zu nennen ist traurig genug. Das ist wie damals, als die Nazis noch mit weißer Kapuze auf ihren hohlen Köpfen rumliefen. Jeder ist laut nach vorne, aber keiner darf eigentlich wissen wem diese ‚Meinung‘ eigentlich gehört. Traurig traurig.

  7. Isa

    Ich bin Sangerhäuserin, ich liebe diese Stadt, die Gegend und (früher) die Mentalität der Menschen. Meine Familie lebt hier, meine Freunde….
    Ich war immer stolz darauf ein Sangerhäuser und sozusagen ein „Ossi“ zu sein. Seit Sonntag habe ich das Gefühl mich für meine Mitbürger und Nachbarn entschuldigen zu müssen. Ich möchte am liebsten herausschreien: „Wir sind nicht alle so!!“
    Die Menschen sind auf (menschenunwürdige) Parolen hereingefallen, haben es zugelassen das rechte Meinungsmacher mit ihren Ängsten spielen.
    Und die gängigen Parteien haben, statt ihren Wählern wirkliche Alternativen aufzuzeigen, die AFD zum Thema gemacht.
    Und jetzt? Jetzt haben 70% der Menschen Angst. Angst vor der Zukunft, Angst vor dem was aus unserer Stadt unserem Land und nicht zuletzt aus unseren Kindern wird.
    Wie soll ich meinen Kindern erklären, wie wichtig es ist ein „guter Mensch “ zu sein, wenn so viele Menschen eine Partei wählen die das Wort „Gutmensch“ als Schimpfwort geprägt hat.
    Willkommen im Jahr ’33.

    1. bernhard wulle

      Ganz einfach: weil „guter Mensch“ und „Gutmensch“ zwei völlig verschiedene Arten von Menschen sind. Gutmenschen sind Gesinnungsethiker. Gute Menschen sind Verantwortungsethiker.

  8. Toni

    Ein schöner Artikel, welcher wohl eher auf die Hauptseite der Mitteldeutschen Zeitung gehört, um den ganzen AfD-Wählern ein Gefühl des Versagens zu bereiten und mit Glück ein schlechtes Gewissen obendrein.
    In meinen Augen ist diese Partei nur heiße Luft und für die meisten ein Schrei nach Veränderung, oder wohl eher der Versuch in etwas die Schuld zu suchen für die Lage unserer Umgebung.
    Diese Wahl ist nur die Ableitung der monoton abfallenden Lage in der sich unsere Heimatstadt befindet und
    hoffentlich wachen die Menschen bald wieder auf, die dem Anschein nach in einem Delirium der Selbstverzweiflung die AfD gewählt haben.

    Liebe Grüße aus Gonna,

    Toni

  9. Nancy

    Danke! Danke! Danke!

    Ich komme zwar nicht aus Sangerhausen, aber du sprichst mir aus der Seele, danke! Ich habe diesen Artikel zufällig, dank der ‚Teilen‘-Funktion lesen dürfen.
    Erst vor ein paar Stunden habe ich mit einer Freundin über solche Dinge gesprochen…

    Ich fürchte mich vor dem Moment, in dem eine wichtige Person in meinem Leben sich umdreht und ich merke, dass er genau diese ‚Angst‘ in Hass verwandelt. Ich fürchte mich vor dem Moment in dem sich ein mir wichtiger Mensch sich für die ‚dunkle‘ Seite entscheidet.
    Ich begreife einfach nicht (oder will einfach nicht begreifen), dass so viele Menschen nicht die Angst der Flüchtlinge aus Syrien und anderen kritischen Regionen verstehen. Diese Menschen kommen nicht hier her um Urlaub zu machen, mehr als 75% würden sicher lieber in ihrem eigenem Wohnzimmer sitzen, aber sie können das nicht mehr!
    Viele Deutsche waren auch mal Flüchtlinge, auch hier gab es eine Zeit in der man in Deutschland nicht mehr leben konnte…
    Was würden die Menschen die die Afd wählen tun, wenn sie die Flüchtlinge wären? Wenn sie Hilfe brauchen würden? Würden sie keine Zuflucht suchen? Würden sie mit dem Schiff unter gehen und sich anschauen wollen wie ihre Familien verhungern oder zerbombt werden?
    Es tut so weh, soviel Dummheit und Egoismus zu sehen!

    Ich danke die für deinen Artikel.

    LG Nancy

  10. Andreas

    Hallo,

    nach dem Lesen des Artikels bin ich zwiegespalten. Ohne Zweifel ist es erschreckend, was diese Landtagswahl als Stimmungsbild im Land und eben auch in unserer Heimatstadt zeichnet. Für meine Begriffe war ein solches Ergebnis leider durchaus absehbar. Der Mensch ist meiner Meinung nach immer darauf bedacht, seinen Status Quo, in dem er sich mehr oder weniger gut eingerichtet hat, zu erhalten. Drohende Veränderungen machen ihm Angst. Wie realistisch eine solche „Bedrohung“ tatsächlich ist, hat auf diese Angst wohl keinen Einfluss. Und dann kommen Leute, die bisher unausgesprochenes artikulieren und damit Hemmschwellen einreißen. Und ein sachliches Auseinandersetzen zur Thematik mit diesen Menschen ist – ebenso wie ein Schütteln an der Supermarktkasse – wenig erfolgversprechend, weil das Misstrauen in politisch handelnde Personen – berechtigt oder nicht – zu groß ist.

    Es ärgert mich aber auch ein Stück weit, wenn sich jemand öffentlich pauschal für die ganze Stadt schämt. Weil das auch alle anderen Bürger, eben die anderen 70 % mit einschließt. Die zum Teil selbst aktiv gegen fremdenfeindliche Strömungen in der Stadt aktiv sind. Vielleicht sollte man hier etwas mehr differenzieren.

    Bleibt zu hoffen, dass sich die neuen Volksvertreter in der kommenden Legislaturperiode gegenüber ihren Wählern selbst entzaubern.

    Viele Grüße aus SGH

    Andreas

    1. Marie Luise Ritter

      Hallo Andreas,
      ich denke, das geht aus dem Text ganz gut hervor, dass „ich schäme mich, Sangerhausen“ metaphorisch ist und keinesfalls bedeutet „ich schäme mich FÜR (alle in) Sangerhausen“ oder „ich schäme mich, aus Sangerhausen zu sein sondern, „ich schäme mich, dass ich meine geliebte Heimatstadt mit solchen Leuten teilen muss“. Das zeigen mir ja auch alle anderen Kommentare, dass es durchaus verständlich ist. 🙂

  11. Picknicker

    Mahlzeit,

    „Schämen“ also – soso, da fehlen mir doch tatsächlich die Worte…aber nur fast…denn mein Gedanke war das Fremdschämen.
    Fremdschämen nämlich über Meinungen, wie sie in diesem Fall kundgetan werden von Ihnen und Gesinnungsbrüdern- und Gesinnungsbrüderinnen Ihrer Couleur. Sich schämen für die eigene Herkunft und Abstammung, jedoch die eigene Identität moralisch aufgebläht darstellen im besten Links-Grünen Lichtschimmer und in wohlbedachten sanften Worten ätzen. „Deutschland, was soll das sein – mein Deutschland ist das nicht mehr“ Trifft das in etwa Ihre Gemütslage?
    Wohlan junge Amazone, dass Ihnen die Wahlentscheidung der Wähler überraschende Momente geschenkt hat, unterstreicht in meinen Augen lediglich Ihre politische Realitätsverweigerung, wofür nicht zuletzt ebenfalls spricht, dass Sie sich laut Ihrer Aussage wohl auf den „richtigen“ Seiten informieren und mit den „richtigen“ Freunden in Kontakt stehen. Ja liebe Kinder: Heiko hält das Internet mittels Stasi-reloaded fein sauber und wer sich stets und ständig im zwangsalimentierten Staatsfunk 2.0 die neuesten Gesinnungsvorgaben indoktrinieren lässt, der ist ganz vorn mit dabei. Und ich denke, bei Ihnen hat das System perfekt funktioniert. Eigene Meinung: Fehlanzeige. Dafür aber moralischen Geschwurbel erster Güte. Es lebe die Pauschalisierung! Hoch lebe die Verallgemeinerung! Oder haben Sie in Ihren qualitativ hochwertigen Quellen einen Beitrag zur AfD gefunden der ohne die Worthülsen „rechtspopulistisch“, „rechtskonservativ“ oder doch zumindest auch „ausländerfeindlich“ auskommt?
    Das Wahlprogramm der AfD ist hier nachlesbar: http://www.sachsen-anhalt-waehlt.de/wahlprogramme/afd.html
    Wären Sie so freundlich anhand dessen die von Ihnen genannten Aspekte zu belegen, Sie werden sich das ja wohl nicht ausgedacht haben.
    Ich bin weder AfD Wähler noch NPD Wähler und komme auch aus einem Bundesland, dessen nächste Landtagswahlen noch in ferner Zukunft liegen, (haha, was´n Glück aber auch für Bodo). Aber unter uns: Sie finden dort nichts Undemokratisches, Rassistisches oder Nationalistisches. Im Gegenteil, Sie finden eher Meinungsschnittmengen die wohl recht genau dem entsprechen, was sich im Wählerwunsch widerspiegelt, der da lautet, dass es nicht so weiterzugehen hat, wie bisher. Protestwähler hin oder her. Keine der etablierten Staatsparteien wird grundlegenden Politikwechsel herbeiführen wollen, dazu klebt jeder Posten- und Pöstcheninhaber zu sehr an der liebgewonnen Staatsknete. Die abgewählten Mandatsträger müssen jetzt plötzlich arbeiten gehen, so „wie du und ich“ und womöglich zum ersten Mal. Daher der Aufschrei und die ganze Empörung. Und dass Linke wie Rote Seilschaften mal so richtig eingeschenkt bekommen haben, hat doch einen ganz plausiblen Grund: Ihre Klientel sind hauptsächlich die Sozialschwachen. Ebendiese Menschen in unserem reichen Land, die als erste die Konsequenzen der Willkommenskultur genießen dürfen – selbst kaum bis gar nicht über die Runden kommen, aber verfolgen dürfen wie plötzlich Milliarden für Millionen Neubürger (Ärzte, Anwälte, Atomphysiker und Raketenforscher) locker gemacht werden, welche zuvor der eigenen Bevölkerung (Sigmar Gabriel nannte uns liebevoll: „…die, die schon länger hier leben…“) nicht zugänglich waren. Das frühzeitige Distanzieren der CDU Sachsen-Anhalt von der Bundespolitik im Thema der illegalen Wirtschaftsmigration hat ihr sprichwörtlich den A…. gerettet.
    Und daher empfehle ich Ihnen dringend die Empörungskeule in Zukunft doch besser in Größe XS zu bestellen, nicht dass Ihnen der hippe Latte macchiato aus der anderen Hand fällt, wenn die Realität an Ihrer Wohnungstür anklopft.
    In diesem Sinne…Sport frei!

    1. Daniela

      Ich finde sie ja süß, darf ich den fragen wohin die ganzen armen Seelen die in diesem Land verhungert und erfroren sind denn hinkommen? Und woher sie dieses Wissen stammt, aber sie öffnen einem ja wirklich die Augen wie können wir nur einfach Menschen helfen die Schutz suchen, wo doch so viele Deutsche (die es eher wert sind?) draufgehen da ihre Grundbedürfnisse nicht gedeckt sind.
      Ich habe da mal eine Frage, ich geh für den Mindestlohn arbeiten und dies auch nur als Aushilfe da darf ich mich jetzt selber mal zu den sozialschwachen zählen nehme ich an? Jetzt erklären sie mir mal wie es sein kann dass viele weniger gut gestellte Menschen gar kein Problem damit haben zu helfen?
      Man hat scheinbar nur Sorge dass Flüchtlinge zu viel Steuergelder kosten, wenn man Angst hat ein Schlagloch, dass dadurch nicht ausbessert wurde könnte dem dicken Benz schaden..
      Aber das Wahlprogramm ist spitze, haben sie Recht „Wir wehren uns gegen lebensfremde Gesellschaftsexperimente, die den Wandel der Geschlechterrollen manipulieren und einen neuen, geschlechtsneutralen Menschen erschaffen wollen.“
      Sowas hört man als Frau immer gerne, meine Geschlechterrolle besagt ich muss den Haushalt in Schuss halten während mein Freund sich den Arsch auf dem Sofa plattsitzen darf, ist auf jeden Fall super schützenswert diese Rollenverteilung.
      „Wir nehmen es nicht hin, dass für die Rettung von Banken oder für hunderttausende von Wohlstandsflüchtlingen Milliarden und Abermilliarden hart erarbeiteter Steuergelder ausgegeben werden, während Schulgebäude jahrelang auf ihre Sanierung warten, die Schlaglöcher auf unseren Straßen immer größer werden und um jeden Euro für eine nötige Strukturförderung gefeilscht werden muss.“
      Auch niedlich, ich weiß ja nicht wie es bei Ihnen so ist aber in NRW müssen die „Wohlstandsflüchlinge“ In den leerstehenden Schulen mit schlecht bis gar nicht funktionierenden oder existenten Sanitäranlagen leben. Meine Schule war hingegen recht gut in Schuss 😉
      Klar die Sorgen der Bevölkerung sollte die Politik ernst nehmen, allerdings könnte man sich auch mal Sorgen machen warum so ein hoher Anteil der Bevölkerung scheinbar aus knauserigen, verängstigten Arschlöchern besteht?

  12. radon

    danke für den artikel.

    1. Picknicker

      keine Ursache 😉

  13. Carsten Prause

    Sangerhausen war schon immer ein braunes Provinzstädtchen. Warum ihr alle erst jetzt erschrocken aufwacht? Man erinnere sich bitte an das Ergebnis der DVU Ende der 90er. Warum macht die NPD ihr Sommerfest über Jahre in und bei Sangerhausen? Warum betreiben Neonazis in Sotterhausen den Ratskeller und erklären das ganze Dorf zur national befreiten Zone?

    Wen das jetzt mit der AFD überrascht ist blind oder dumm.

  14. Andy

    Wie recht du hast.
    Ich lebe in Sangerhausen und bemerke den Wandel. Es ist kein schöner. Die Menschen haben nur die Plakate gelesen und nichts hinterfragt.

  15. Peter Mischur

    Liebe Luise, du bist eine sehr hübsche und intelligente junge Frau. Du wohnst jetzt im fernen Hamburg. Eine sehr schöne und weltoffene Stadt. Warum wohnst du da und nicht mehr in der Heimat?
    In Berlin predigen sie ständig vom Mindestlohn von 8,50 €. Das gilt aber nicht im Osten. Hier gibt es den Tarifvertrag Ost und der liegt weit unter den Mindestlohn.
    Schau dir mal die Landkarte von Sachsen-Anhalt mit den Wahlergebnissen an. Da wirst du sehr schnell feststellen, dass im Norden überwiegend die CDU gewählt wurde und im Süden die AfD. Der ganze Süden des Landes wurde einfach vernachlässigt und abgehängt. Schau nach Sangerhausen. Wir tragen in vielen Belangen die Rote Laterne. Sind fast überall Schlusslicht haben immer noch die höchste Arbeitslosigkeit in Deutschland. Und ein Licht am Ende des Tunnels ist nicht zu sehen.
    Frag doch mal die Landesregierung wie viel Arbeitsplätze sie in Sangerhausen in den letzten 5 Jahren geschaffen hat? Du wirst dir sehr verwundert die Augen reiben – ganz im Gegenteil.
    Und so muss du dich nicht wundern, dass die Leute den etablierten Parteien bei der Wahl einen Denkanstoß geben wollten. Die Landesregierung muss aus ihrem Zufriedenheitsschlaf aufgeweckt werden. damit auch in unserer schönen Heimat endlich Arbeitsplätze in Größenordnungen enstehen. Die Politik muss dafür die Weichen stellen, damit potentielle Investoren sich hier ansiedeln.
    Wenn das in den nächsten Jahren nicht funktioniert, werden noch mehr junge Leute, so wie du, die Heimat verlassen. Und zum Schluss, nein ich bin kein AfD-Wähler.
    Mit freundlichem Gruß Peter Mischur aus der Berg- und Rosenstadt sangerhausen

  16. Toni

    Schön das der Artikel es in die Zeitung geschafft hat ^-^

  17. Alex

    Wenn ich schon Youtubegirl lese , könnte ich kotzen . Mädel , such dir doch einen richtigen Beruf , also einen der auch richtiges Geld abwirft und wo du kein Harz4 zum Leben brauchst , dann hättest du auch nicht so viel Zeit um vor dem Computer herum zu sitzen , mit den falschen Leuten zu reden und solchen Stuss zu schreiben . Und bleib bitte immer im Westen !

  18. Nadine Hommann

    Du sprichst mir vollends aus der Seele, auch ich wohne nicht mehr in meiner Heimat, komme gern zurück..aber bin trotzdem sprachlos wenn ich sehe wie Angst vor der Zukunft, Unwissenheit und das Fehlen von Offenheit für Andere, dazu führen das „damals“ wieder in bedrohliche Nähe rückt!

  19. Ralf Fennig

    Prima!
    Über 30 %!
    Darauf werden sich die Einwohner Deiner Heimatstadt mal was einbilden können.
    „Während Deutschlandweit der Widerstand noch unter 15 % lag – während die meisten Leute noch dachten „das hat Alles nichts mit dem Islam zu tun“ – waren hier schon mehr als doppelt so Viele wach!“.
    In meiner Heimat bildet man sich heute etwas ein auf den „Kreuzkampf“ 1936, als die Bauern hier dem NS-Gauleiter auf die Pelle rückten als der die Kreuze aus den Schulen entfernen wollte – und auf Kardinal von Galen, der seine Stimme für die Entrechteten erhob. Heute schämt man sich vielerorts für die Kreuze in den Schulen und es ist den Durchschnitts-Idioten auch egal wenn Juden in Deutschland heute wieder Angst haben müssen in Berlin eine Kippa aufzusetzen.
    Völlig schambefreit, der „Durchschnittsdeutsche“, in diesen Bereichen.
    30 % der AfD-Wähler in Freiburg sind Migranten. Unter Homosexuellen ist die AfD deutschlandweit zweitstärkste Partei. Warum? Weil diese Menschen wissen was der Islam über sie sagt.

  20. DrBolle

    Liebe Luise,

    es tut mir Leid, wenn du dich für deine Heimatstadt schämst. Dabei ist das doch gar nicht nötig. Wie wäre es, du akzeptiertest einfach, dass nicht alle Menschen deine höchst persönliche Sicht auf die Welt teilen? In deiner „bunten“, „vielfältigen“ Welt dürfte das doch gar nicht so selten vorkommen. Kannst du dir vielleicht vorstellen, dass das, was du „Offenheit“ nennst, tatsächlich ein Mangel an Selbstbehauptungswillen sein könnte, und das, was du „Angst“ nennst, einfach nur Realismus? Ein Sinn für die Wirklichkeit der muslimischen Masseneinwanderung nach Europa, die doch nicht zuletzt die Luises in Hamburg und anderen großen Städten dieses Landes betrifft, wenn sie zu Sylvester auf die Piste, im Sommer ins Freibad gehen oder das ganze Jahr über U-Bahn fahren wollen.

  21. Arno Bausemer

    Ich nehme dir deinen Beitrag offen gesagt nicht wirklich ab. Du kennst also in einer so kleinen Stadt wie Sangerhausen niemanden, der für dich als AfD-Wähler in Frage kommt? Weil du, wie mehrfach erläutert, du offenbar die „richtigen“ Freunde hast? Es tut mir leid, aber das ist an Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit kaum mehr zu überbieten. Warum machst du dir denn nicht die Mühe, und redest mal mit den Leuten vor Ort, als hier nach dem Motto „wie schrecklich, es könnten auch meine eigenen Großeltern sein“ irgendwelche pseudointellektuellen Selbstgespräche zu führen? Nun komme ich aus Stendal und kenne Sangerhausen nur vom mehrfachen Besuch von Fußballspielen, der Durchreise nach Erfurt per Zug oder eines Landesparteitags der FDP vor einigen Jahren. Aus dieser Partei bin ich Anfang Januar allerdings ausgetreten. Weil ich plötzlich den bösen Nazi in mir entdeckt habe? Nein, sondern weil ein Land in Mitteleuropa nicht aus falsch verstandenem Humanismus plötzlich alle gesetzlichen Regelungen (Grundgesetz Art. 16, Dublin-Abkommen etc.) über den Haufen werfen und damit ganz Europa vor den Kopf stoßen kann. Die Heuchelei von Kanzlerin Merkel besteht doch darin, dass die schreckliche Situation der Flüchtlinge in Idomeni jetzt mit der Situation in Budapest im September vergleichbar ist. Nur jetzt schaut Deutschland weg. Weshalb nimmt Frankreich im Jahr 2015 nur 30 000 Flüchtlinge, weniger als Sachsen-Anhalt? Etwa weil dort Nazis reagieren? Nein, es sind Sozialisten. Allerdings solche, die weitsichtig die Folgen ihres Handelns bedenken. Vielleicht hilft auch einmal ein Blick ins Programm der AfD, um bestimmte Vorurteile über den Haufen zu werfen. Und dass die Unzufriedenheit über eine generelle Distanzierung der etablierten Parteien von der Bevölkerung gerade in Sachsen-Anhalt stattgefunden hat, das hätte man Dir vor Ort auch erläutern können. Streichung von Lehrerstellen, Abschaffung vieler Polizeireviere, Korruptionsskandale bei Fördermitteln, Wahlfälschungen – die Liste ist beliebig fortzusetzen. Als gute Journalistin solltest Du vielleicht nicht auf einen Zug aufspringen, sondern Dir unabhängig ein Bild machen. Ich hab das in Leipzig im Studium zumindest so gelernt, vielleicht ist das in Hannover anders. Aber die Menschen in Deiner Heimat als zurückgebliebene Idioten hinzustellen, die die Welt nicht verstehen, dass ist schon ziemlich schäbig und konterkariert deine sicherlich ernstgemeinte Absicht, dass Sachsen-Anhalt weltoffen und tolerant bleibt.

  22. Johanna.

    …während (…), die Schlaglöcher auf unseren Straßen immer größer werden und um jeden Euro für eine nötige Strukturförderung gefeilscht werden muss.” „Bei uns im Westen“ gibt es keine Schlaglöcher die mir Sorgen bereiten… also sollte man eventuell mal den eigenen Rat befolgen, fürs Land kämpfen, die Schüppe in die Hand nehmen und die Dinger zubuddeln, anstatt meine Steuergelder in Form des Solis in Anspruch zu nehmen um eure Probleme auszubügeln. Wenn ich mich so reden höre… und wenn ich mir dann Bewusst mache dass andere ständig so argumentieren, mit „uns“ und „denen“…dann wird mir schlecht.

    Ich bin fest davon überzeugt dass meine Steuergelder tagtäglich in anderer Form krasser verschwendet werden, als wenn wir es nutzen um notleidenden Menschen zu helfen. Im Vergleich zu vielen hier habe ich durch meine Arbeit Kontakt mit Flüchtlingen. Klar sind da Arschlöcher bei, Leute die es vielleicht „nicht nötig haben“ zu fliehen. Aber der Großteil der Menschen die ich kennengelernt haben sind Menschen denen es einmal gut ging, und die durch äußere Faktoren alles verloren haben, denen jegliche Lebensgrundlage genommen wurde. Deren Familien zerstört wurden, und die jeden Tag bibbern und hoffen nicht noch mehr schlechte Nachrichten aus der Heimat zu bekommen. Und die gleichzeitig unendlich dankbar sind für das was wir ihnen geben.
    Durch meine Arbeit weiß ich auch dass es stimmt, dass unglaubliche Mengen an Geld durch schlechte Organisation verschwendet werden, und dass es dringenst nötig ist dass Menschen mit Verstand diese Organisation auf den verschiedensten Ebenen übernehmen. Auch stimmt es dass es tatsächlich viele Kinder in Deutschland gibt die unter sehr sehr schwierigen Bedingungen aufwachsen und die auch ein Recht darauf haben beschützt und gefördert zu werden. Auch hierfür bin ich, auch hierfür mache ich mich stark. Ich hänge mich nicht an der Flüchtlingskrise auf, sehe dass es auch in Deutschland viele notleidende Menschen gibt die auf irgendeine Art und Weise Unterstützung brauchen.
    Und trotzdem gibt es für mich kein einziges Argument wieso ein Land, dem es generell so gut geht wie Deutschland, sich seiner Verantwortung diesen Leuten gegenüber drücken darf. Und die deutsche Politik wachrütteln zu wollen indem man die AfD wählt… da wird man sehr bald merken wie das nach hinten losgehen kann.
    In diesem Sinne: Seid lieb und engagiert euch. Mit Zeit, mit Wissen. Was auch immer ihr locker machen könnt. Hübsche Artikel sind wichtig und gut, aber es muss auch gehandelt werden. Integration ist etwas was Flüchtlinge nicht alleine erreichen können, sie brauchen dazu Anschluss. Und wir alle müssen realisieren, dass nur wir diesen Anschluss ermöglichen können. Also, ladet doch mal ein paar Syrer zum nächsten Kaffeekränzchen ein- sie werden es euch danken.

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